The nails cut into the flesh!! The other day I was asked to “evaluate” a DVD to determine, whether its translation and eventually publication in Japan is worthwhile. While I was watching the DVD, featuring three professional therapists (all university graduates), I noted that ALL of them kept rings, watches etc. on their respective hands and at least two of the three had finger nails clearly extending beyond the finger cups. Probably I am very old-fashioned, but I learned “in school” – this in itself does not mean anything – that professionals are not supposed (I think even prohibited by (Japanese) law) to have rings, watches … anything metal … on their hands during the treatment. Personally I am very much in favor of this idea and NEVER have anything metal or otherwise hard on/at my hands. Again, when I was looking for some stuff and found on Wikipedia a picture of an acupuncture practitioner (see link). This clearly shows very long fingernails and even a mark on skin, where those finger nails have pressed into the flesh (of the patient/model).
This is UNACCEPTABLE! The practitioner is hurting the patient. Since Hippocrate’s time “Primum non nocere (first, do no harm)” is known to have utmost priority in all forms of treatment!!!
Below I list an old article of mine in Japanese / English / German about avian influenza and my personal view of the virtues of moxibustion treatment. I believe, this also applies to the current COVID pandemic.
以下のリンクをたどれば更なる情報がある。 These links lead to more information. Die folgenden Links führen zu Seiten mit weiterführenden Informationen.
Avian influenza Again, mankind faces the threat of an enemy so small, that it can be seen only under the microscope. The danger of this disease definitely cannot be taken lightly, but panicking in the face of this threat will only impair cool judgement. Currently there appears to be no “specific drug” to treat this disease. And the virus itself continously changes. If that is so, it may be a good idea at looking at available treatment forms that can look back on a tradition of several thousand years of successful treatment: moxibustion. That moxibustion “non-specifically” activates the human immune function has by now be verified beyond doubt. So, waiting to get sick and then be treated with drugs of possibly questionable safety and efficacy, does not seem very wise to me. And in addition to the already commercially available modern drugs, I have no doubt that the Chinese with their wonderful capitalistic sense of business will shortly announce the successful development and marketing of a (probably not inexpensive) Chinese medicine specifically effective for this disease. I remember that this was the case with the SARS epidemic too. Well, why not try the extremely cheap moxa therapy, that can be performed by anybody at home? This will certainly NOT generate any business, but if someone has an earnest interest in the health of the people, this is a therapy that deserves to be called to mind!
Vogelgrippe Wieder einmal sieht sich die Menschheit der Bedrohung durch einen Feind ausgesetzt der so klein ist, dass man ihn nur unter dem Mikroskop erkennen kann. Und obwohl die Gefahr beim besten Willen nicht leicht genommen werden darf, Aufregung im Angesicht dieser Gefahr kann das Urteilsvermögen beeinträchtigen. Derzeit gibt es offenbar kein “spezifisch wirksames” Wundermittel gegen diese Krankheit. Außerdem ist der Virus in der Lage sich selbst ständig zu verändern und weiterentwickeln. Wenn dem so ist, könnte es durchaus eine gute Idee sein, sich auf Therapieformen zu beziehen, die auf eine mehrere Jahrtausende überstreckende Tradition wirksamer Behandlung zurückblicken können: zum Beispiel die Moxibustion. Das die Moxibustion die menschliche Immunfunktion “nicht-spezifisch” stimuliert, ist inzwischen über jeden Zweifel erhaben nachgewiesen worden. Jetzt darauf warten, dass man krank wird, um sich dann mit modernen Medikamenten behandeln zu lassen, deren Sicherheit und Wirksamkeit nicht unbedingt erwiesen ist, scheint mir persönlich keine sehr weise Entscheidung zu sein. Außerdem würde es mich nicht wundern, wenn neben den bereits kommerziell erhältlichen modernen Medikamenten die Chinesen mit ihrem wunderbar kapitalistischen Sinn fürs Geschäft in Kürze mit einer “neu entwickelten und hochspezifisch wirksamen” (vermutlich auch nicht sehr billigen) chinesiche Medizin auf den Markt bringen. Ich kann mich daran erinnern, dass dies bei der SARS Epedemie auch so war. Nun, warum dann nicht einmal die extrem billige und dabei gleichzeitig von Jedermann zu Hause durchführbare Moxibustion ausprobieren? Dies wird mit Sicherheit NICHT geschäftlich interessant sein, aber für Alle, die ernsthaft um die Gesundheit der Menschen besorgt sind, ist dies eine Therapieform, die einmal in Erwägung gezogen werden sollte!
Ursprünglich kam ich vor 26 Jahren auf der Suche nach einem Kyudo (japanisches Bogenschießen) Lehrer nach Japan, dem ersten und einzig bestimmten Abschnitt einer geplanten Weltreise. Aus der Reise ist inzwischen ein permanenter Aufenthalt mit “Kind und Kegel” geworden.
Ein starkes, seit 15 bestehendes Interesse für orientalische Philosophie, bildete die Motivation ca. 2 Jahre nach meiner Ankunft in Japan eine 3-jährige Fachausbildung in Akupunktur, Moxibustion und Shiatsu zu absolvieren, die nach einem Staatsexamen mit dem Erwerb der entsprechenden Lizenzen (insgesamt DREI) endet, um so aus Interesse einen Beruf (ich denke da an “Berufung”) zu machen. Anschließend verbrachte ich noch vier weitere Jahre mit “praktischen Studien” in einem großen Krankenhaus und habe seit ca. 10 Jahren eine eigene sehr kleine Praxis (eine der SEHR wenigen von westlichen Ausländern geleiteten).
Die japanische Form der Akupunktur im engeren Sinne kann sich auf eine etwa 1500-jährige Tradition berufen. Trotz der relativen geographischen Nähe hat dies zu nicht unerheblichen Unterschieden in der Entwicklung in China und Japan geführt. Da die Chinesen sich jedoch wesentlich besser zu verkaufen wissen als die Japaner, wird die Welt derzeit fast ausschließlich durch chinesische Konzepte beherrscht. Dabei werden nicht selten Konzepte und Techniken als TCM (traditional Chinese medicine) ausgeben, die anderweitig entwickelt wurden. Die chinesische Akupunktur verwendet wesentlich dickere Nadeln als die Japanische und viele Ausländer, auch wenn sie körperlich größer und robuster erscheinen als Japaner, lassen sich diese dicken Nadeln nicht so gern gefallen. Daher ist es wahrscheinlich auch kein Zufall, dass meines Wissens viele (die meisten?) Akupunkteure in Deutschland Nadeln japanischer Herstellung verwenden.
Die weniger bekannte Moxibustion bedient sich eines aus Beifuß gewonnenem Fasermaterials, dass zu kleinen Kegeln gedreht und auf der Haut verbrannt wird (inzwischen gibt es offenbar auch das Verb moxen” im Deutschen). Da dies natürlich zu (erwünschten!) Verbrennungen führt, sind diverse Firmen mit tausenderlei Produkten auf den Markt gekommen, bei denen es nicht zu Verbrennungen kommt. Das ist vielleicht auch nicht schlecht, meines Erachtens nach aber nicht „richtig”. Moxibustion ist eine Neubildung aus Moxa” (japanisch für Beifuß) und combustion” und wird als solche weltweit offenbar häufiger verwendet als der entsprechende chinesische Begriff.
Bei der Akupunktur werden bekannterweise dünne Metallnadeln (japanisch meist 0,018-0,24 mm, chinesisch 0,3-0,4 mm) durch die Haut in den Körper eingeführt (nicht bei kleinen Kindern). Die Metallnadeln wirken dort auf Nerven ein, wo sie zwar auch lokale Einflüsse ausüben, die “eigentliche” Wirkung jedoch hervorgebracht wird, indem Signale zum Gehirn gesandt, dort verarbeitet und andere Signale wieder zum Körper zurückgeschickt werden. Wenn Nerven ausgeschaltet werden, zum Beispiel durch Lokalanästhetika, gibt es auch keine Wirkung mehr. Ein weithin bekannter Mechnismus besteht in einer Stimulation der Produktion körpereigener morphinähnlicher Substanzen (Endorphine etc.), die ihrerseits schmerzlindernd wirken. Meinen Patienten erkläre ich die Wirkung der Nadeln immer gern so, dass die Nadeln in der Peripherie über eine Art Telefonleitung das Gehirn anrufen und dort die zuständigen Stellen dazu auffordern, Änderungen im „Körperprogramm“, „Straßenreparaturen“ oder „Fortbildungsseminare“ durchzuführen. Dies macht es oft verständlicher, warum eine Nadel im Fuß auf den Kopf oder den Rücken wirkt.
Die Moxibustion stimuliert zwar auch die Nerven, aber der eigentlich interessante Effekt wird durch die besagten Verbrennungen hervorgerufen. Diese führen zur thermischen Zerstörung von Zellen, so dass deren Inhalt freigesetzt wird. Obwohl es sich hier um körpereigenes Material handelt, befindet sich dieses nun nicht mehr wie vorgesehen innerhalb der Zellen. Damit wird ein Teil der normalen Immunabwehr aktiviert, der für den Abbau derartiger Produkte zuständig ist. Der gesamte Prozess ist eine Serie chemischer Reaktionen von in Wasser gelösten Substanzen. Diese verbleiben natürlich nicht am Ort der Verbrennung, sondern werden über weite Strecken durch den Körper transportiert, wo sie wiederum ihre jeweiligen Wirkungen hervorrufen. Daher werden die Wirkungen der Moxa Behandlung auch nicht durch Lähmungen oder dergleichen gestört und führen sekundär zu positiven Veränderungen der Immunlage.
(Hinsichtlich weiterer Einzelheiten möchte ich auf die Fachliteratur verweisen.)
Orientalische Therapieformen werden oft als „balance medicine” bezeichnet, weil dabei angestrebt wird, angenommene oder auch tatsächlich vorhandene Ungleichgewichte zu korrigieren. Manchmal wird dieser Umstand auch, vielleicht leichter verständlich und moderner so ausgedrückt, dass die orientalische Medizin funktionelle nicht aber organische Störungen (z.B. Knochenbruch) beheben kann.
Ich bin davon überzeugt, dass es sich hier im Sinne des Wortes um ein HAND-WERK handelt. Eine Arbeit die mit den Händen durchgeführt wird und die Funktion der Hände einfach nicht durch akademische Bemühungen (Kopfarbeit) ersetzt werden kann. Wahrscheinlich werden zahlreiche großartige Akupunkteure der Welt nie bekannt werden, weil sie nie etwas schreiben. Als Therapeuten sind diese jedoch vertrauenswürdiger als die zahlreichen Akademiker, die es eher im Kopf als in den Händen haben.
In einem zukünftigen Newsletter würde ich lieber, falls Bedarf besteht, konkrete Probleme besprechen, oder kann auch außerhalb des Newsletter über meine Webseite / Mail individuelle Beratung und Hilfe (soweit möglich) anbieten (www.einklang.com).