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Moxibustion

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Thomas' Acupuncture Clinic

Ich heiße Sie hiermit als Hit Counter Gast herzlich willkommen ...

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Sie können mich in Japan auch über Handy/Mail erreichen 

* 090-4846-6985 
* th.blasejewicz@docomo.ne.jp

Behandlungsgebühr:                 4000 Yen 

Erstuntersuchungsgebühr:        1000 Yen 

Gesamt                                    = 5000 Yen   

 

***   Wenn Sie sich beraten möchten --> 

***   Moxibustion - Technik und Anwendungen (neu, noch in Arbeit)

Themen (auf dieser Seite) ..........    

Vorstellung Kurze Selbstvorstellung
Konzepte Ganz kurz einige grundlegende Konzepte 
Akupunktur ― Handwerk mit Tradition Artikel für eine Newsletter von der DinJ
Körpervorstellungen Interessanter von einem Japaner geschriebenen Artikel (English) über Körpervorstellungen
Viel gestellte Frage: (auf der Seite "Material) und -> Sonderseite Kann man in Japan Akupunktur lernen?  Link zu Seite hauptsächlich auf Englisch
Pierces - eine Frage von einer Patienten  Auf die Frage einer Patientin hin ...
Krebs und Akupunktur Zusammenfassung einer Präsentation auf einer Konferenz
Kleine Waldkapelle
Korrekte Haltung Ein paar Bemerkungen zur Haltung
Lokale Hinweise Hinweise auf lokale medizinische Einrichtungen etc.
Neueste Eintragung:  Botschaft, Ärzteliste

 Das Material zum Thema "Akupunktur in Japan lernen" (Akupunktur) Auslandsstudium werde ich im englischen Abschnitt unter: Acupuncture -> Foreign study zusammenfassen.

 

 Vorstellung

Eine kurze Beschreibung der Umstände, die mich nach Japan gebracht und dazu veranlasst haben, hier seit inzwischen 30 Akupunktur zu machen finden sich auf dieser Webseite hier:

Mein Weg nach Japan

Eine etwas ausführlichere Beschreibung auf die Fragen meiner Patienten, warum ein junger Deutscher in Japan Akupunktur macht, habe ich in Form meiner "Autobiographie" vorgelegt:

  Dieses E-Buch ist sowohl bei Amazon als auch bei Smashwords.com erhältlich.

  https://www.smashwords.com/books/view/432442

 

 

 

Mein Name ist Thomas Blasejewicz und ich 

bin einer der sehr wenigen Ausländer in Japan, die hier eine eigene Akupunkturpraxis leiten. Ich war aus verschiedenen Gründen noch nicht in der Lage genau herauszufinden, wie viele solche Praxen es gibt, bin jedoch davon überzeugt, dass es kaum mehr als Zehn sein können. 

Außerdem bin ich das einzige reguläre, in Japan lebende westliche Mitglied der Japanischen Gesellschaft für Akupunktur und Moxibustion, sowie auch Mitglied der japanischen Vereinigung der Akupunkteure.

 

Damit bin ich hierzulande eine "exotische Ausnahme"!

Da ich kaum annehme, dass Patienten extra aus Deutschland anreisen werden, erlaube ich mir, Sie betreffs Einzelheiten zur Lage, zu den Öffnungszeiten, Preisen und dergleichen auf die Englischen (oder auch japanischen) Seiten zu verweisen.

Ich bin aber auch immer bereit - sofern dies überhaupt möglich ist - auf eventuelle Anfrage etc. per Mail zu antworten.

Wenn Sie Probleme haben, lassen Sie sich also nicht von Entfernungen abhalten. Mann kann ja nie wissen, ob ich Ihnen nicht eventuell jemanden vorstellen oder sonst auf völlig unerwartete Weise helfen kann.

 

*****************************************

 In Japan Akupunktur / orientalische Medizin lernen/studieren. 

Diesbezüglich bin ich in der Vergangenheit schon mehrfach angesprochen worden und fühle mich irgendwie verpflichtet, diesen Anwärtern zu helfen. Auch wenn die entsprechenden Aussichten derzeit immer noch alles andere als "rosig" sind - wie in dem folgenden Artikel, den ich vor einer Weile geschrieben habe und derzeit zunächst unverändert stehen lasse - scheinen meine diesbezüglichen Bemühungen und öffentliche Bekanntmachungen doch eine gewisse Wirkung gezeigt zu haben. 

Auch wenn ich derzeit noch keinerlei Versprechungen machen kann, möchte ich Interessierte jedoch einladen, sich bei mir zu erkundigen. Ich werde das betreffende Anliegen dann weitergeben, und mit ein bischen Glück ist es dann vielleicht möglich, etwas in die Wege zu leiten .....

 

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Konzepte

Hier möchte ich nur ganz kurz einige grundlegende Konzepte ansprechen (die deutschen Seiten sind in diesem Sinne auch noch nicht "fertig").

 

bulletGrundsätzlich heilt sich der Mensch selbst. Eine Einsicht, die sich alle Kulturen und Epochen der Welt teilen, aber auf Grund der "wissenschaftlichen" Fortschritte der letzten 100 Jahre jetzt Gefahr läuft, durch "wissenschaftliche Verwaltung" (patient management" ersetzt zu werden.
bulletEine der wichtigsten Prinzipien meiner Behandlung besteht darin, die Patienten selbstständig, d.h. grundsätzlich unabhängig von "medizinischer Versorgung" zu machen. Dies birgt sicher nicht die Gefahr in sich, dass die Therapeuten bankrott machen. Denn Krankheiten und Symptome, die die Patienten schließlich doch nicht selbst heilen können, gibt es leider zu genüge.
bulletBehandlung(en) sollte nicht ein Mittel kommerzieller Ausnutzung sondern eher ein (was Aufklärung und Unterweisung anbetrifft: kostenlos!) Dienst am Menschen sein. Und Ärzte (Therapeuten) sind nicht Menschen einer besseren Klassen sondern Handwerker. Und als solche sollten Sie stolz auf ihre handwerklichen Fähigkeiten sein.
 

Handwerker 

Die Zeit ist nicht mehr fern, in der bei einem Wasserrohrbruch genug qualifizierte Akademiker in ihrem Wohnzimmer den steigenden Wasserstand berechnen könen, aber kaum jemand da ist, der imstande wäre, den Schaden zu beheben.       

Klaus Ritter von Poppy, 1990 Vorsitzender des Juniorenkreises Handwerk

 

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Neueste Eintragung:  

Akupunktur - Tradition im Ausverkauf ...
Akupunktur hat in Japan inzwischen eine etwa 1500-jährige Tradition. Gemeinsam mit der Kampo genannten "chinesischen Medizin" (zum Einnehmen) wie sie in Japan verwendet wird und sich somit von der "chinesischen Medizin" in China unterscheidet, bildeten diese Formen der orientalischen Medizin, wiederum natürlich in Verbindung mit den verschiedensten Formen der Volksmedizin, für 1350 Jahre die Hauptströmung der medizinischen Versorgung in Japan. Es gab ja nichts anderes. Die "westliche Medizin" ist hierzulande erst seit ca. 150 Jahren verfügbar und wurde von den zuständigen Regierungsbehörden über den besagten Zeitraum als "einzig wahre Medizin" verbreitet. 
Zwischenzeitlich gab es ja auch bekannterweise offizielle (von Regierungsseite) Versuche, die orientalische Medizin vollständig abzuschaffen / verbieten.

Wie dem auch sei, jedenfalls handelt es sich hier um richtig "gediegenes" Handwerk mit der besagten 1500-jährigen Tradition. Diese Form der medizinischen Versorung hat sich über 1500 Jahre wieder und immer wieder bewährt und als wirksam erwiesen (das ist übrigens auch das Thema meiner Klinik).
Daher sollte es heutzutage eigentlich überhaupt nicht erforderlich sein, für diese Behandlungsform Werbung zu machen.
Dachte ich.

Weit gefehlt.
Sogenannte "orientalische Medizin" - wobei ich dabei häufig nicht weiss, wovon überhaupt geredet wird - ist im Moment gerade große Mode. Das heißt, es gibt unzählige Leute, die eine Lizenz erwerben und dann exotische, neuartige Therapieformen praktizieren. 
Während Akupunktur fast immer vollständig vom Patienten getragen werden muss, können sich Kliniken zum Knocheneinrichten (Sekkotsuin = Chiropraktikklinik; oder Seikotsuin = Osteopathieklinik) auf ihr Schild schreiben, dass darin ALLE Arten von Versicherung akzeptiert werden. Folglich gehen die meisten Patienten Heute zu den Sekkotsuin, wo sie für eine Behandlung ca. 5 Euro zahlen und nicht zum Akupunkteur, wo die Behandlung 40 Euro kostet. 

Diese Sekkotsuin laufen entsprechend gut, so dass sie buchstäblich wie die Pilze aus dem Boden schießen. Rund um meine Praxis herum natürlich aus. Traditionelle Verhaltensweisen, wie sich vor Eröffnung einer solchen Klinik bei den bereits laufenden Kliniken vorzustellen, sind inzwischen VÖLLIG ausgestorben. Ich habe das bei Eröffnung meiner Klinik damals noch gemacht ...

Massenweise "Billigware" als Konkurrenz führt dann (natürlich) dazu, dass meine Klinik immer schlechter läuft. Auch wenn ich mich noch NIE darum bemüht habe, hier "Geld zu machen*", stört mich dies dann doch. 
* (http://www.einklang.com/Kanpo2003.htm) (auf Japanisch)

Vor kurzem habe ich einmal versucht, mich nach eine Teilzeitbeschäftigung als Akupunkteur hier in Japan umzusehen. Akupunkturkliniken, die nach Personal suchen, habe ich eigentlich noch nie gesehen. Immer nur die besagten Kliniken zum Knocheneinrichten, oder aber Orthopädiekliniken, die irgendwo einen sogenannten Rehabilitationsraum mit haufenweise Maschinen/Geräten haben, durch den vormittags etwa 100 "Patienten" geschleust werden müssen, damit es sich bezahlt macht. (Das haben mir die Leute in diesen Kliniken selbst gesagt.) Die Aufgabe des Akupunkteurs besteht dann darin, die Leute an irgendeine dieser Maschinen anzuschließen, den Zeitschalter auf 10 Minuten einzustellen und danach die Leute wieder freizusetzen.
Bei meinen kürzlichen Versuchen zeigte sich, dass die Bezahlung für Personen mit einer Akupunkturlizenz bei etwa 900-1000 Yen/Stunde (ca. 9-10 Euro) liegt. Das ist die gleiche Bezahlung, die absolut ungelerntes Personal im "Convenience Store" oder an der Tankstelle bekommen. 
30 Jahre Übung, Studieren, klinische Praxis sind also buchstäblich ***NICHTS*** wert. Denn Leute, die überhaupt nicht studiert und/oder gar keinen Beruf erlernt haben, bekommen das gleiche! Dann frage ich mich, wozu die 30 Jahre Bemühungen den eigentlich gut waren. Und darauf folgt auch wieder die Frage: Warum soll ich diese Arbeit überhaupt machen?

Aus Stellenanzeigen ist ersichtlich, dass Krankenpfleger in der Regel offenbar 1500-2000 Yen/Stunde erhalten und auch ein gewöhnlicher Zimmermann verdient mindestens so viel wenn nicht mehr. 

Hierzu gibt es nun sicherlich zahlreiche Ansichten, Denkansätze etc. aber ich persönlich habe zunächst einmal den Eindruck, dass hier ein äußerst fundiertes Handwerk mit 1500 Jahre Tradition einfach nur für Dumm verkauft wird - im Ausverkauf als Ramsch auf dem Grabbeltisch angeboten.

Irgendwann werden die Leute = Patienten aber unter Umständen merken, dass die Billigware nicht unbedingt immer von der besten Qualität ist .....

 

Diät - oder eher Gewichtsreduktion

Außer meiner beruflichen (wobei ich dies unverschämterweise ganz persönlich als von "Berufung" kommend betrachte) Tätigkeit als Akupunkteur auch Übersetzungen mache (dies ist die eigentliche finanzielle Grundlage für unser Leben), kommt es im Rahmen dieser Arbeit oft dazu, dass ich zwar nach dem Abendessen eine kleine Pause mache, aber im wesentlichen danach noch bis spät in die Nacht arbeite. Wenn ich dann den Tag beende(te), gönne ich mir vielleicht ein Bier oder japanischen Schnaps (Sake). Das allein wäre ja noch erträglich, aber über eine ganze Weile hinweg habe ich dabei auch immer den Kühlschrank nach schmackhaften Happen durchsucht, die zum Schnaps gepasst hätten.

Das hat dann dazu geführt, dass mein Körpergewicht im letzten Juli (2009) schließlich die dreistellige Grenze überschritt! 100 kg bei nur 169 cm Größe - das passt wirklich nicht mehr. Von meinem beruflichen Standpunkt als Akupunkteur her kommt es immer wieder vor, dass ich meinen Patienten "empfehle" ein wenig Sport zu betreiben und etwas abzunehmen. Aber wenn man selbst so aus dem Rahmen fällt, wirkt eine solche Aussage natürlich nicht sehr überzeugend.

Daher entschloss ich mich im vergangenen Jahr, die **Menge** meiner Nahrungsaufnahme und den Alkoholkonsum zu reduzieren. Jetzt esse ich wahrscheinlich etwa die Hälfte von dem was ich vorher gegessen habe, gönne mir dabei aber auch Schokolade, Donuts und fette Fleischgerichte, sowie hin- und wieder einen Wein oder dergleichen, aber eben nicht mehr täglich, wie das bis letzten Sommer üblich war. Darüber hinaus habe ich auch wieder angefangen Fahrrad zu fahren (was nach einem Unfall für einige Jahre im wesentlichen ausgeblieben war). Seither fahre ich meistens täglich etwa 1 Stunde Fahrrad. 

Dies hat dazu geführt, dass ich vom letzten Juli bis März dieses Jahres ca. 21 kg abgenommen habe. Wobei das Fahrrad fahren sicher dazu beigetragen hat, unnötige Kalorien abzufackeln. Daher 'leide' ich auch nicht an total faltiger Haut oder herabhängenden Restfettpolstern, sondern mache eher (sofern ich dass selbst überhaupt sagen darf) einen sportlichen, gefestigten Eindruck. 

Ich musste mir schon selber sagen: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Diese Veränderungen haben auch sowohl positive wie negative finanzielle Auswirkungen.

Negativ: Kleidung zum Ausgehen, die ich mir im letzten Jahr anlässlich einer Arbeit als Dolmetscher gekauft habe, ist jetzt so groß, dass ich darin wie ein Clown aussehe. Andererseits kann ich aber jetzt wieder Hosen tragen, die seit 15 Jahren im Schrank gelegen hatten, weil sie mir zu klein geworden waren.

Fahrrad fahren - eine Übungsform die ich daher nur empfehlen kann. Sie belastet die Knie weniger und erlaubt offenbar intensive aerobe Übungen über längere Zeit (Ausdauertraining) aufrecht zu erhalten. Und gerade langfristigen Beanspruchungen standzuhalten ist etwas, dass in der modernen Gesellschaft scheinbar systematisch abgebaut wird (eine Verschwörung die Menschheit in die Dekadenz zu treiben?).

Ich werde mich diesbezüglich noch wieder melden.

 

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Folgende Artikel wurden auf die Seite "Material" verschoben.

  1. Kleine Waldkapelle

  2. Korrekte Haltung

  3. Viel gestellte Frage: (Neu) Kann man in Japan Akupunktur lernen?

  4. Ärzteliste der deutschen Botschaft

 

(Kurzer Beitrag zu einem Newsletter, der über die Mailingliste http://groups.yahoo.com/group/dinj/    

Die vollständige Online Version von JapanLive (Erstausgabe) finden Sie unter:

http://japanlive.dinj.de/JapanLiveSept2005.pdf

ca. 6 MB

Akupunktur ― Handwerk mit Tradition

    

Ursprünglich kam ich vor 26 Jahren auf der Suche nach einem Kyudo (japanisches Bogenschießen) Lehrer nach Japan, dem ersten und einzig bestimmten Abschnitt einer geplanten Weltreise. Aus der Reise ist inzwischen ein permanenter Aufenthalt mit "Kind und Kegel" geworden. 

    Ein starkes, seit 15 bestehendes Interesse für orientalische Philosophie, bildete die Motivation ca. 2 Jahre nach meiner Ankunft in Japan eine 3-jährige Fachausbildung in Akupunktur, Moxibustion und Shiatsu zu absolvieren, die nach einem Staatsexamen mit dem Erwerb der entsprechenden Lizenzen (insgesamt DREI) endet, um so aus Interesse einen Beruf (ich denke da an "Berufung") zu machen. Anschließend verbrachte ich noch vier weitere Jahre mit "praktischen Studien" in einem großen Krankenhaus und habe seit ca. 10 Jahren eine eigene sehr kleine Praxis (eine der SEHR wenigen von westlichen Ausländern geleiteten).

Die japanische Form der Akupunktur im engeren Sinne kann sich auf eine etwa 1500-jährige Tradition berufen. Trotz der relativen geographischen Nähe hat dies zu nicht unerheblichen Unterschieden in der Entwicklung in China und Japan geführt. Da die Chinesen sich jedoch wesentlich besser zu verkaufen wissen als die Japaner, wird die Welt derzeit fast ausschließlich durch chinesische Konzepte beherrscht. Dabei werden nicht selten Konzepte und Techniken als TCM (traditional Chinese medicine) ausgeben, die anderweitig entwickelt wurden. Die chinesische Akupunktur verwendet wesentlich dickere Nadeln als die Japanische und viele Ausländer, auch wenn sie körperlich größer und robuster erscheinen als Japaner, lassen sich diese dicken Nadeln nicht so gern gefallen. Daher ist es wahrscheinlich auch kein Zufall, dass meines Wissens viele (die meisten?) Akupunkteure in Deutschland Nadeln japanischer Herstellung verwenden.

Die weniger bekannte Moxibustion bedient sich eines aus Beifuß gewonnenem Fasermaterials, dass zu kleinen Kegeln gedreht und auf der Haut verbrannt wird (inzwischen gibt es offenbar auch das Verb moxen" im Deutschen). Da dies natürlich zu (erwünschten!) Verbrennungen führt, sind diverse Firmen mit tausenderlei Produkten auf den Markt gekommen, bei denen es nicht zu Verbrennungen kommt. Das ist vielleicht auch nicht schlecht, meines Erachtens nach aber nicht „richtig". Moxibustion ist eine Neubildung aus Moxa" (japanisch für Beifuß) und combustion" und wird als solche weltweit offenbar häufiger verwendet als der entsprechende chinesische Begriff.

              Bei der Akupunktur werden bekannterweise dünne Metallnadeln (japanisch meist 0,018-0,24 mm, chinesisch 0,3-0,4 mm) durch die Haut in den Körper eingeführt (nicht bei kleinen Kindern). Die Metallnadeln wirken dort auf Nerven ein, wo sie zwar auch lokale Einflüsse ausüben, die "eigentliche" Wirkung jedoch hervorgebracht wird, indem Signale zum Gehirn gesandt, dort verarbeitet und andere Signale wieder zum Körper zurückgeschickt werden. Wenn Nerven ausgeschaltet werden, zum Beispiel durch Lokalanästhetika, gibt es auch keine Wirkung mehr. Ein weithin bekannter Mechnismus besteht in einer Stimulation der Produktion körpereigener morphinähnlicher Substanzen (Endorphine etc.), die ihrerseits schmerzlindernd wirken. Meinen Patienten erkläre ich die Wirkung der Nadeln immer gern so, dass die Nadeln in der Peripherie über eine Art Telefonleitung das Gehirn anrufen und dort die zuständigen Stellen dazu auffordern, Änderungen im „Körperprogramm“, „Straßenreparaturen“ oder „Fortbildungsseminare“ durchzuführen. Dies macht es oft verständlicher, warum eine Nadel im Fuß auf den Kopf oder den Rücken wirkt.

Die Moxibustion stimuliert zwar auch die Nerven, aber der eigentlich interessante Effekt wird durch die besagten Verbrennungen hervorgerufen. Diese führen zur thermischen Zerstörung von Zellen, so dass deren Inhalt freigesetzt wird. Obwohl es sich hier um körpereigenes Material handelt, befindet sich dieses nun nicht mehr wie vorgesehen innerhalb der Zellen. Damit wird ein Teil der normalen Immunabwehr aktiviert, der für den Abbau derartiger Produkte zuständig ist. Der gesamte Prozess ist eine Serie chemischer Reaktionen von in Wasser gelösten Substanzen. Diese verbleiben natürlich nicht am Ort der Verbrennung, sondern werden über weite Strecken durch den Körper transportiert, wo sie wiederum ihre jeweiligen Wirkungen hervorrufen. Daher werden die Wirkungen der Moxa Behandlung auch nicht durch Lähmungen oder dergleichen gestört und führen sekundär zu positiven Veränderungen der Immunlage.

(Hinsichtlich weiterer Einzelheiten möchte ich auf die Fachliteratur verweisen.)             

Orientalische Therapieformen werden oft als „balance medicine" bezeichnet, weil dabei angestrebt wird, angenommene oder auch tatsächlich vorhandene Ungleichgewichte zu korrigieren. Manchmal wird dieser Umstand auch, vielleicht leichter verständlich und moderner so ausgedrückt, dass die orientalische Medizin funktionelle nicht aber organische Störungen (z.B. Knochenbruch) beheben kann. 

              Ich bin davon überzeugt, dass es sich hier im Sinne des Wortes um ein HAND-WERK handelt. Eine Arbeit die mit den Händen durchgeführt wird und die Funktion der Hände einfach nicht durch akademische Bemühungen (Kopfarbeit) ersetzt werden kann. Wahrscheinlich werden zahlreiche großartige Akupunkteure der Welt nie bekannt werden, weil sie nie etwas schreiben. Als Therapeuten sind diese jedoch vertrauenswürdiger als die zahlreichen Akademiker, die es eher im Kopf als in den Händen haben.

              In einem zukünftigen Newsletter würde ich lieber, falls Bedarf besteht, konkrete Probleme besprechen, oder kann auch außerhalb des Newsletter über meine Webseite / Mail individuelle Beratung und Hilfe (soweit möglich) anbieten (www.einklang.com).

 

 

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Körpervorstellungen

Neulich habe ich im Net einen recht interessanten von einem Japaner geschriebenen Artikel (English) über Körpervorstellungen in der traditionellen japanischen Kultur und deren "Abschaffung"gefunden. Ich möchte mir hier erlauben, diesen als Referenz aufzunehmen.

Go to:     "The Idea of the Body in Japanese Culture and its Dismantlement" (PDF file)

 

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Pierces - eine Frage von einer Patienten 

   

   Kürzlich hat mir eine Patientin, die sie für natürliche Therapieformen und Lebensweisen interssiert, die folgenden Frage gestellt: "Eine Freundin möchte sich Pierce in die Ohren machen. Wäre das wohl in Ordnung? Akupunkteure verwenden immer Nadeln für ihre Behandlung , um sogenannte Akupunkte auf der Körperoberfläche zu "piercen" (aus dem Lateinischen: acus = Nadel und pungere / punctura = puncture, pierce) zu stechen. Neben etwa 360 "klassischen" Punkten gibt es auch eine ständig wachsende Zahl von "neu" entdeckten weiteren Punkten auf dem Körper.

   In dem sehr begrenzten Bereich des Ohres, das auch als holographische Darstellung des gesamten Körpers betrachtet wird, finden sich ebenfalls mindestens 40-50 häufig verwendete Punkte. Allerdings haben die gewöhnlich für die Akupunktur verwendeten Nadeln nur einen Durchmesser zwischen 0,18 and 0,22 mm (Länge zwischen 40 and 50 mm ) und die für das Ohr verwendeten Nadeln sind noch dünner und wesentlich kürzer. Nun bedenken Sie einmal die Proportionen der Dinge, die sich manche Menschen in die Ohren, Nase, Zunge oder anderswo hinmachen lassen im Vergleich zu den für die Akupuntur verwendeten Nadeln. 

  

   Als Akupunkteur, ganz abgesehen von meiner privaten Ansicht, muss ich daher stark von jeder Form des Piercing abraten. Aber die endgültige Entscheidung liegt natürlich bei Ihnen.

(I

               

Für die Ohrakupunktur werden andere Nadeln verwendet!

                                   

Nadellänge: ca 1,5 mm                                                Nadellänge: ca 1,5 mm

senkrecht eingeführt.                                                    parallel zur Haut eingeführt.

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Krebs und Akupunktur

(Inzwischen nicht mehr so ganz neu. Die Folgevorlesung habe ich neulich auch schon gehalten, nur gibt es darüber kein Material. (Auch) Dort habe ich wieder einmal zum Ausdruck gebracht, dass Akupunteure im wesentlichen HANDWERKER sind und als solche über Fähigkeiten verfügen (in langen Jahren klinischer Praxis erworben), die Ärzten meist nicht zur Verfügung stehen. Und mit Hilfe dieser Fähigkeiten können Akupunkteure und ähnliche Berufsgruppen sicher einen Beitrag zur medizinischen Versorgung liefern, der von Seiten der sich oft auf höchst komplexe Technologien stützenden Ärzte nicht angeboten werden kann.)

(Auf den folgenden Link rechtsklicken und dann "Speichern als" wählen, um die Power Point Datei herunterzuladen.)

(Dazu hier die auf Englisch übersetzten Dias)  

    Heute (am 25. November 2001) habe ich auf einer Konferenz zum Thema "Krebs und Akupunktur" in Tokyo einen kleinen Vortrag gehalten. Im Rahmen dieses Vortrages habe ich die derzeit (nicht gesicherte) Wahrscheinlichkeit, dass Akupunkteure bei ihren Patienten Krebs entdecken, lange bevor Ärzte darauf aufmerksam werden. 

    Bei einer jährlichen Inzidenz von 440000 Patienten in Japan und einem Anteil von 6,9% Akupunkturbehandlungen an allen jährlich landesweit durchgeführten Behandlungen ergibt sich die Wahrscheinlichkeit, dass jährlich bei etwa 30000 Patienten ein Krebs nicht von einem Arzt, sondern einem Akupunkteur entdeckt wird. Bei einer jährlichen Inzidenz von 440000 Patienten in Japan und einem Anteil von 6,9% Akupunkturbehandlungen an allen jährlich landesweit durchgeführten Behandlungen ergibt sich die Wahrscheinlichkeit, dass jährlich bei etwa 30000 Patienten ein Krebs nicht von einem Arzt, sondern einem Akupunkteur entdeckt wird.

    Mich würde interessieren, wie diese Situation in Deutschland (oder anderswo) aussieht.

    Wenn jemand dazu Informationen hat, wäre ich über jeden Hinweis dankbar.

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    Lokale Hinweise

Ich werde oft gefragt, ob ich eventuell Ärzte, Krankenhäuser etc. empfehlen kann. Daher habe ich mich entschlossen mit der Zeit eine Liste solcher Einrichtungen anzulegen.

Schluss hier für heute.

Geplante weitere Eintragungen: stress coping, Balance, Atmung 

( auf Englisch = Ja)

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